Musikalische Edelsteine mit Akkordeon

Das war unser Konzert 2018

Am Samstag, 1. Dezember 2018 begeisterte das Salzburger Akkordeon-Ensemble „DA CAPO“ sein Publikum beim Kirchenkonzert in der Klosterkirche St. Ursula – Salzburg-Elsbethen
Bereits mit dem Eröffnungswerk „Il postiglione d amore“ – der Liebesbote – von Alfred Bösendorfer im Stil von Gioacchino Rossini wurde die Neugier des Publikums auf das zu erwartende Programm geweckt.
Die folgende „Kilkenny Rhapsody“ von Kees Vlak erzählt von Land und Volk Irlands und beschreibt die geographischen Besonderheiten der Insel mit seinen Tänzen und romantischen Melodien. Dem Ensemble gelang es, die vielen Facetten des Werkes farbenprächtig umzusetzen.
Nach diesem eindrucksvollen Beginn des Abends wurde ein Highlight des Abends angekündigt. „Konzert für Trompete und Orchester in Es“ von Joseph Haydn. Zu diesem besonderen Ereignis lud der Dirigent Raimund Hiti den erfahrenen Trompeter Christian Simeth ein mit uns zu musizieren. Er spielte auf einer Klappentrompete, so wie es zur Zeit Haydns modern war. Der bravourös agierende Solist wurde vom Akkordeon-Ensemble einfühlsam und präzise begleitet.
Nach dieser grandiosen Aufführung gab es noch eine Draufgabe mit Trompete: „Trumpet Voluntary“ von Jeremiah Clark. Nun spielte der Solist auf einer Naturtrompete. Diese Aufführungen erzeugten einfach Gänsehautfeeling.

Der zweite Teil des Abends wurde mit Astor Piazzollas „ La Muerte del Angel“ eröffnet. Dieser Tango war Teil eines Schauspiels und wurde 1962 uraufgeführt. Werke dieses Komponisten sind immer wieder eine Herausforderung, die auch diesmal bravourös gemeistert wurde. – Das darauffolgende Stück „Mission Impossible“ von Lalo Schifrin im 5/4 Takt brachte alle gehörig ins Schwitzen.
Die „Dreigroschenoper“ von Kurt Weill ist jedem ein Begriff und die „Moritat von Mackie Messer“ ist ebenfalls bestens bekannt. Die von Louis Amstrong, Ella Fitzgerald und vielen anderen interpretierte Melodie wurde in einer eindrucksvollen Ausgabe für Akkordeon-Orchester aufgeführt. Es war für alle eine Herausforderung, die auch von allen hochkarätig gemeistert wurde. Den Solopart übernahm Helga Kaiser, den sie auch bravourös meisterte. Nach diesem Ohrwurm folgte L. Bricusses „The Candy Man“ zum Mitsummen und Sicilienne von Gabriel Faure, seelenvoll vorgetragen.
Mit dem „Adagio“ aus der Sonate Pathetique von L.v. Beethoven wagte sich das Ensemble wiederum an ein klassisches Werk heran. Es gelang eine unglaublich einfühlsame Aufführung mit viel Inbrunst und Farbigkeit.
Nach diesem großen Melodienbogen wurde das Publikum mit der Pfiffigkeit der „Pizzicato-Polka“ von Joh. u. Josef Strauss verabschiedet. Der anhaltende Applaus zeigte, dass die ZuhörerInnen noch mehr hören wollten.
Die AkkordeonistInnen hatten natürlich vorgesorgt mit der „Serenade“ von D. Bourgeois, ein Werk im 11/8, 7/8 und 13/8 Takt. Aber erst nach „Oblivion“ v. A. Piazzolla - Solopart ausdruckstark interpretiert von Alexandra Metti – war endgültig Schluss.

Auch diesmal sind alle der Meinung, dass sich die Mühen der Proben und der Organisation gelohnt haben. Der Dirigent Raimund Hiti konnte den Spannungsbogen halten und hat aus den Ensemblemitgliedern wieder alles herausgeholt. Es ist nun bereits Tradition, dass Raimund Hiti klassische Werke selber arrangiert und damit das Programm erfolgreich erweitert.